Der Zink ist ein historisches Blasinstrument. Meist besteht er aus Holz, das mit Leder umwickelt ist. Gespielt wird er mit einem kleinen Kesselmundstück, ähnlich wie bei einer Trompete. Gleichzeitig besitzt der Zink Grifflöcher wie eine Blockflöte. Deshalb gilt er als eine Mischung aus Trompete und Blockflöte.
Mit seinen sechs bis sieben Tonlöchern kann der Zink einen Tonumfang von bis zu drei Oktaven erreichen. Sein Klang ist besonders ausdrucksstark und kann der menschlichen Stimme erstaunlich nahekommen.
Der Zink war vor allem in der Renaissance und im frühen Barock, etwa zwischen 1500 und 1650, sehr beliebt. Er wurde als Soloinstrument und im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten eingesetzt. Mit dem Aufstieg der Geige verlor er jedoch nach und nach an Bedeutung.
Das Spielen des Zinks gilt als anspruchsvoll. Für einen schönen und sauberen Ton sind viel Übung und eine gute Atemtechnik erforderlich.
Seit der Wiederentdeckung der Alten Musik in den 1970er-Jahren wird der Zink wieder häufiger gebaut und gespielt.



